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Ein Büffel mit Haltung
€ 89,00

Er steht da, als wäre er schon immer dort gewesen.

Kompakt, schwer und erstaunlich ruhig. Der Kopf tief angesetzt, die Hörner weit ausladend, der Körper auf wenige kräftige Formen reduziert. Nichts ist überflüssig. Kein Fell, das einzeln ausgearbeitet werden müsste, kein naturalistisches Detail, das den Blick aufhält. Dieser Büffel erzählt nicht von seinem Aussehen, sondern von seiner Haltung.

Und genau darin steckt ein Stück seiner Zeit.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beginnt sich die Keramik zu verändern. Aus dem kunsthandwerklichen Gegenstand wird zunehmend ein eigenständiges Gestaltungsmittel. Formen werden vereinfacht, Tierfiguren verdichtet und auf ihre wesentlichen Linien und Volumen zurückgeführt. Nicht mehr die möglichst detailgetreue Darstellung steht im Mittelpunkt, sondern die Wirkung der Form.

Bei diesem Büffel kommt noch etwas hinzu: die Glasur.

Der dunkle Körper wird von einer blau-weißen Laufglasur überzogen, die sich beim Brand ihren eigenen Weg gesucht hat. Sie sammelt sich, läuft ineinander, wird an manchen Stellen dichter und an anderen wieder zurückhaltender. Das Ergebnis lässt sich nicht vollständig planen – und genau das macht den Reiz aus.

Man spürt hier eine Haltung, die für die Keramik dieser Zeit typisch ist: Das Material darf mitgestalten.

Vielleicht hätte dieser Büffel in den 1960er- oder 1970er-Jahren auf einem Sideboard gestanden, zwischen dunklem Holz, Leder und warmen Textilien. Ein einzelnes keramisches Objekt in einem Raum, der nicht vollgestellt sein musste, um Persönlichkeit zu zeigen.

Heute funktioniert er ganz ähnlich.

Auf einem Regal, einem Sideboard oder zwischen modernen Möbeln bringt er etwas Erdiges und Unmittelbares mit. Seine kräftige Form steht im schönen Gegensatz zu glatten Flächen und klaren Linien. 
Einfach so.


Keramikfigur, 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts

Maße:
Länge: 13 cm
Breite: 5 cm
Höhe: 6 cm

Manchmal braucht es nur zwei Schwäne…
€ 110,00

Zwei Schwäne… Die langen Hälse wie eine ruhige Linie nach oben geführt, das Gefieder fein ausgearbeitet, die Körper klar und ausgewogen. Nichts wirkt  überladen – und gerade deshalb fällt die Form auf.

Vielleicht liegt darin auch etwas vom Lebensgefühl der Mitte des 20. Jahrhunderts: Gestaltung wird selbstbewusster, klarer, reduzierter. Dekor darf noch vorhanden sein, aber es muss nicht mehr alles erzählen. Die Form selbst bekommt Raum.

Das versilberte Metall nimmt diese Haltung wunderbar auf. Über die Jahre ist eine feine Patina entstanden, kleine Spuren erzählen davon, dass die beiden Schwäne nicht im Schrank aufbewahrt wurden.
Ihr Glanz ist weicher geworden, ihr Ausdruck dadurch fast noch schöner.

Jeder Schwan wäre für sich ein schönes Objekt. Zusammen entsteht jedoch etwas anderes: eine kleine Szene. Zwei Schwäne, die sich ansehen oder nebeneinander ihre Runden auf dem See drehen, zwei Hälse, die dabei eine gemeinsame Linie bilden, zwei Kerzenflammen, die den Raum zwischen ihnen mit Licht füllen.

Vielleicht ist das der Moment, in dem aus zwei Kerzenhaltern ein kleines Stück Atmosphäre wird…

Elegante Kerzenhalter als Schwanenfiguren aus versilbertem Metall, Mitte des 20. Jahrhunderts


Maße: 10 × 5 cm
Höhe: 9 cm


Eine kleine Geschichte aus Perlmutt
€ 220,00

Man könnte meinen, diese kleine Schatulle bewahre nicht nur Dinge auf, sondern auch eine Erinnerung.

Auf dem dunklen Lack öffnet sich eine Landschaft: Ein Reiter ist unterwegs, eine Figur scheint ihn zu verabschieden, daneben steht ein kleiner Pavillon unter einem weit ausgreifenden Baum. Alles ist ruhig. Nichts verrät, was vorher geschehen ist oder wohin die Geschichte den Reiter führt.

Vielleicht ist genau das der Zauber solcher Bilder: Sie erzählen genug, um die eigene Fantasie zu beflügeln.

Besonders schön wird die Szene, wenn Licht auf die Perlmutt-Einlagen fällt. Dann schimmern die Landschaft, die Figuren und die feinen Details in unterschiedlichen Farben. Bewegt man die Schatulle ein wenig, treten manche Stellen hervor, während andere wieder beinahe verschwinden. Das Bild scheint sich zu verändern, obwohl alles an seinem Platz bleibt.

Solche Lackarbeiten haben in Ostasien eine lange Tradition. Im 20. Jahrhundert wurden traditionelle Bildwelten auch für den internationalen Markt weitergeführt und in dekorative Objekte übersetzt. Die alte Kunst des Lackierens, Einlegens und Polierens traf dabei auf eine zunehmend moderne Wohnkultur.

Und auf einmal findet sich eine kleine Szene aus einer fernen Welt mitten im Wohnzimmer.

Vielleicht stand die Schatulle einst auf einem Frisiertisch oder einer Kommode. Vielleicht lagen darin Schmuck, Briefe oder kleine Erinnerungsstücke…
Heute muss sie nichts mehr aufbewahren, um eine Geschichte zu erzählen. Sie selbst ist die Geschichte.

Asiatische Lackschatulle mit Perlmutt-Intarsien, 20. Jahrhundert


Maße: 15 × 10,5 cm · Höhe: 7,5 cm

Zwischen zwei Welten
€ 279,00

Um 1900 verändert sich der Geschmack. Was gestern noch streng, symmetrisch und repräsentativ sein musste, darf nun lebendiger werden. Die alten Formen des Historismus sind noch da, aber sie beginnen sich zu bewegen.

Diese Vase erzählt genau von diesem Übergang.

Ihre üppige, plastische Gestaltung erinnert noch an die repräsentative Keramik des 19. Jahrhunderts. Der kräftige Körper, der ausgearbeitete Fuß und die ornamentalen Details wirken beinahe wie ein kleines Schaustück. Doch dann lösen sich die Linien: Die beiden Henkel schwingen weit nach außen, Formen gehen ineinander über und erinnern bereits an Ranken und Pflanzen. Der Jugendstil kündigt sich an.

Auch die Glasur trägt zu diesem Eindruck bei: Türkis, Grün und beinahe schwarze Bereiche fließen ineinander und folgen der plastischen Oberfläche. Je nach Licht treten einzelne Strukturen stärker hervor, während andere wieder zurücktreten. Die Vase wirkt dadurch nie ganz statisch.

Vielleicht ist gerade das ihr besonderer Reiz: Sie zeigt einen Moment des Wandels. Eine Zeit, in der Künstler und Kunsthandwerker begannen, sich von den historischen Stilvorlagen zu lösen und nach einer neuen, eigenen Formensprache zu suchen.

Noch ist sie opulent, noch liebt sie das Ornament. Aber die strengen Regeln beginnen sich aufzulösen. Aus ihnen entstehen die geschwungenen Linien und organischen Formen, die wenig später zum charakteristischen Ausdruck des Jugendstils werden.

Eine Vase also, die nicht nur schön anzusehen ist, sondern ein kleines Stück Aufbruch n sich trägt.

Keramik-Vase, Europa, wahrscheinlich Frankreich, um 1900.


Maße: 19 × 12 cm · Höhe: 29,5 cm

Ein Teller, der Geschichten erzählt
€ 189,00

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Japan für viele Menschen ein fernes, geheimnisvolles Land. Man kannte seine Kunst von Weltausstellungen, aus Schaufenstern oder aus den Salons wohlhabender Familien. Ein handbemalter Porzellanteller wie dieser brachte ein Stück dieser fernen Welt nach Europa – nicht aufdringlich, sondern mit feinen Bildern, die zum Entdecken einluden.

Je länger man hinsieht, desto mehr offenbart sich die Szene. Drei elegant gekleidete Figuren bewegen sich durch eine blühende Landschaft. Wasser, Bäume und Vögel fügen sich zu einer ruhigen Komposition, die fast wie ein kleines Gemälde wirkt. Das zarte Gold setzt dabei keine prunkvollen Akzente, sondern lässt das Motiv sanft im Licht schimmern.

Solche Teller wurden nicht im Schrank versteckt. Sie schmückten Vitrinen, Anrichten oder den guten Salon und waren Ausdruck der Begeisterung für fernöstliche Handwerkskunst. Sie erzählten von Reiselust und Neugier – in einer Zeit, in der die Welt für viele Menschen gerade erst ein Stück größer wurde.

Auch heute entfaltet dieser Teller seine Wirkung ganz ohne große Inszenierung. Auf einem Sideboard, in einer Vitrine oder dezent an die Wand gelehnt lädt er dazu ein, immer wieder neue Details zu entdecken. Denn manche Objekte betrachtet man nicht nur - man verliert sich für einen Moment in ihnen.


Handbemalter japanischer Zierteller mit seitlichen Griffausschnitten.
Japanische Exportkunst, um 1900.

Durchmesser: 25 cm



Ein Hauch von Fernost auf der Kaffeetafel
€ 149,00

Es gab eine Zeit, da begann jede Tasse Kaffee mit einer kleinen Reise.
Japanisches Porzellan war mehr als nur Geschirr – es brachte Motive, Farben und Geschichten aus einer fernen Kultur auf den heimischen Tisch. Wer ein solches Service besaß, zeigte nicht nur guten Geschmack, sondern auch die Freude an außergewöhnlichen Dingen.

Dieses feine Porzellan-Set erzählt seine Geschichte Bild für Bild. Auf Teller, Tasse und Untertasse begegnen sich zwei Figuren in einer ruhigen Szene, die sich auf jedem Teil ein wenig verändert. Mal rückt sie näher heran, mal öffnet sie sich und gibt den Blick frei. Goldene Akzente und die feine Bemalung verleihen dem Dekor Leichtigkeit und Eleganz, ohne aufdringlich zu wirken.

Gerade diese Liebe zum Detail machte japanische Exportwaren so beliebt. Sie verbanden traditionelle Motive mit einer feinen, ausgewogenen Gestaltung und verwandelten selbst die Kaffeetafel in einen kleinen Moment der Entdeckung.

Heute ist dieses Ensemble nicht nur ein wunderschönes Porzellanservice, sondern auch ein Zeugnis einer Zeit, in der man sich die große weite Welt Stück für Stück nach Hause holte.


Japanische Exportkunst, frühes 20. Jahrhundert.

Maße:
Teller: Ø 19 cm
Untertasse: Ø 14 cm
Tasse: Ø 9,5 cm

Wo Drachen wachen
€ 129,00

Manche Objekte ziehen den Blick sofort auf sich. Nicht, weil sie besonders imposant sind, sondern weil sie eine Geschichte zu kennen scheinen. Dieses kleine Gefäß gehört dazu. Seine beiden Drachen umschlingen den Körper, als würden sie ihn beschützen. Zugleich wirken sie so lebendig, als könnten sie sich im nächsten Augenblick weiter an der Wandung hinaufbewegen.

In der ostasiatischen Kultur gilt der Drache seit Jahrhunderten als Glücksbringer. Er steht für Kraft, Weisheit und Wandel, für eine Energie, die das Gleichgewicht der Natur bewahrt. Anders als in der westlichen Vorstellung ist er kein furchteinflößendes Wesen, sondern ein Sinnbild für Schutz und Harmonie.

Die Zeit hat auch hier ihre Spuren hinterlassen. Das Metall zeigt eine gewachsene Patina, Kanten sind durch viele Berührungen heller geworden und ein fehlender roter Schmuckstein lässt die Frage aufkeimen, wie und wo er wohl verloren gegangen ist.
Gerade diese kleinen Unvollkommenheiten verleihen ihm heute seinen besonderen Charakter – sie machen aus einem dekorativen Gefäß ein Einzelstück mit Geschichte.

Ob auf einem Sideboard, in einer Vitrine oder zwischen schlichten Materialien: Dieses Objekt braucht keine große Inszenierung. Seine ruhige Form und die detailreichen Drachen erzählen ihre Geschichte ganz von selbst.


Dekoratives Metallobjekt in Anlehnung an traditionelle ostasiatische Gefäßformen, ca. 1920–1960.

Durchmesser: 7 cm · Höhe: 18 cm

Tausendundeine Nacht auf deiner Kommode
€ 129,00

Das warme Licht einer Öllampe erhellt den Raum. Auf einem niedrigen Tischchen steht eine Schale mit Wasser und daneben eine kleine Kanne. Der schlanke Hals, der geschwungene Ausguss und die farbigen Ornamente haben etwas Feierliches – und zugleich etwas erstaunlich Vertrautes.

Aftaba nennt man diese traditionelle Form des orientalischen Gießgefäßes. Ihre Grundform ist über Jahrhunderte gewachsen: ein kompakter Körper, ein sich verjüngender Hals und ein Ausguss, der die Bewegung der Hand weiterführt. Ursprünglich war sie Teil einer Kultur des Waschens und der Gastfreundschaft und damit eng mit dem Alltag verbunden.

Später wurde aus dem Gebrauchsgefäß zunehmend auch ein dekoratives Objekt. Besonders im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurden traditionelle Formen mit dichtem Ornament, farbigen Flächen und aufwendiger Metallgestaltung verbunden. Diese Aftaba greift genau diese Bildwelt auf – mit floralen Ornamenten und kräftigen Rot-, Grün- und Blautönen, die sich eng um den Körper legen.

Die Oberfläche trägt kleine Spuren und Unregelmäßigkeiten. Nichts ist vollkommen glatt oder makellos. Gerade dadurch bleibt der Eindruck eines Gegenstandes erhalten, der einmal Teil einer anderen Lebenswelt gewesen sein könnte.

Heute braucht sie kein Wasser mehr.

Auf einem Sideboard, zwischen Holz, Messing, Textilien und warmem Licht, bringt sie ein wenig orientalische Atmosphäre in den Raum - als kleines Objekt mit eigener Geschichte.

Aftaba – orientalisches Gießgefäß


Maße: 16 × 7,5 cm
Höhe: 22 cm

Limitierte Auflage

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