Er steht da, als wäre er schon immer dort gewesen.
Kompakt, schwer und erstaunlich ruhig. Der Kopf tief angesetzt, die Hörner weit ausladend, der Körper auf wenige kräftige Formen reduziert. Nichts ist überflüssig. Kein Fell, das einzeln ausgearbeitet werden müsste, kein naturalistisches Detail, das den Blick aufhält. Dieser Büffel erzählt nicht von seinem Aussehen, sondern von seiner Haltung.
Und genau darin steckt ein Stück seiner Zeit.
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beginnt sich die Keramik zu verändern. Aus dem kunsthandwerklichen Gegenstand wird zunehmend ein eigenständiges Gestaltungsmittel. Formen werden vereinfacht, Tierfiguren verdichtet und auf ihre wesentlichen Linien und Volumen zurückgeführt. Nicht mehr die möglichst detailgetreue Darstellung steht im Mittelpunkt, sondern die Wirkung der Form.
Bei diesem Büffel kommt noch etwas hinzu: die Glasur.
Der dunkle Körper wird von einer blau-weißen Laufglasur überzogen, die sich beim Brand ihren eigenen Weg gesucht hat. Sie sammelt sich, läuft ineinander, wird an manchen Stellen dichter und an anderen wieder zurückhaltender. Das Ergebnis lässt sich nicht vollständig planen – und genau das macht den Reiz aus.
Man spürt hier eine Haltung, die für die Keramik dieser Zeit typisch ist: Das Material darf mitgestalten.
Vielleicht hätte dieser Büffel in den 1960er- oder 1970er-Jahren auf einem Sideboard gestanden, zwischen dunklem Holz, Leder und warmen Textilien. Ein einzelnes keramisches Objekt in einem Raum, der nicht vollgestellt sein musste, um Persönlichkeit zu zeigen.
Heute funktioniert er ganz ähnlich.
Auf einem Regal, einem Sideboard oder zwischen modernen Möbeln bringt er etwas Erdiges und Unmittelbares mit. Seine kräftige Form steht im schönen Gegensatz zu glatten Flächen und klaren Linien.
Einfach so.
Keramikfigur, 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts
Maße:
Länge: 13 cm
Breite: 5 cm
Höhe: 6 cm
Er steht da, als wäre er schon immer dort gewesen.
Kompakt, schwer und erstaunlich ruhig. Der Kopf tief angesetzt, die Hörner weit ausladend, der Körper auf wenige kräftige Formen reduziert. Nichts ist überflüssig. Kein Fell, das einzeln ausgearbeitet werden müsste, kein naturalistisches Detail, das den Blick aufhält. Dieser Büffel erzählt nicht von seinem Aussehen, sondern von seiner Haltung.
Und genau darin steckt ein Stück seiner Zeit.
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beginnt sich die Keramik zu verändern. Aus dem kunsthandwerklichen Gegenstand wird zunehmend ein eigenständiges Gestaltungsmittel. Formen werden vereinfacht, Tierfiguren verdichtet und auf ihre wesentlichen Linien und Volumen zurückgeführt. Nicht mehr die möglichst detailgetreue Darstellung steht im Mittelpunkt, sondern die Wirkung der Form.
Bei diesem Büffel kommt noch etwas hinzu: die Glasur.
Der dunkle Körper wird von einer blau-weißen Laufglasur überzogen, die sich beim Brand ihren eigenen Weg gesucht hat. Sie sammelt sich, läuft ineinander, wird an manchen Stellen dichter und an anderen wieder zurückhaltender. Das Ergebnis lässt sich nicht vollständig planen – und genau das macht den Reiz aus.
Man spürt hier eine Haltung, die für die Keramik dieser Zeit typisch ist: Das Material darf mitgestalten.
Vielleicht hätte dieser Büffel in den 1960er- oder 1970er-Jahren auf einem Sideboard gestanden, zwischen dunklem Holz, Leder und warmen Textilien. Ein einzelnes keramisches Objekt in einem Raum, der nicht vollgestellt sein musste, um Persönlichkeit zu zeigen.
Heute funktioniert er ganz ähnlich.
Auf einem Regal, einem Sideboard oder zwischen modernen Möbeln bringt er etwas Erdiges und Unmittelbares mit. Seine kräftige Form steht im schönen Gegensatz zu glatten Flächen und klaren Linien.
Einfach so.
Keramikfigur, 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts
Maße:
Länge: 13 cm
Breite: 5 cm
Höhe: 6 cm