Ein Stück Fernweh auf dem Sideboard

€ 89,00

Ein Wohnzimmer der 1970er Jahre: warme Farben und dunkles Holz, dazu Messing und Glas… Auf der Fensterbank oder in der Vitrine stehen Dinge, die von Reisen, Fernweh und einer gewissen Freude am Dekor erzählen. Und auf dem schweren Sideboard hat die japanische Deckelvase ihren großen Auftritt.

Mit ihrem kräftigen Rot, dem glänzenden Gold und den fein gemalten Vögeln und Blüten bringt sie genau jene Mischung aus Exotik, Tradition und dekorativem Luxus mit, die in dieser Zeit so faszinierend erschien. Japan wurde im Westen nicht nur als Herkunftsland hochwertiger Dinge wahrgenommen, sondern auch als Gegenwelt zur eigenen, modernen Lebenswelt: fern, kunstvoll und voller jahrhundertealter Traditionen.

Dabei ist die Vase selbst ein schönes Beispiel dafür, wie diese Welten miteinander verschmelzen.

Die Form ist streng gegliedert und fast architektonisch aufgebaut. Der facettierte Körper führt den Blick nach oben, der hohe Deckel streckt die Silhouette. Darauf entfaltet sich ein dichtes Dekor aus roten Feldern, Goldlinien, Blüten und Vögeln. Traditionelle japanische Motive werden hier nicht zurückhaltend eingesetzt, sie dürfen glänzen, leuchten und den Raum schmücken - Japan durch die Augen der internationalen Nachkriegszeit.

((Das passt erstaunlich gut in die Zeit.

Denn die 1970er und frühen 1980er Jahre waren keineswegs nur die Ära des nüchternen Funktionalismus. Neben klaren modernen Formen entstand eine neue Lust am Dekorativen, Internationalen und Persönlichen. Reisen wurde für immer mehr Menschen erreichbar, andere Kulturen wurden als Inspiration entdeckt und Wohnräume durften wieder zeigen, wer in ihnen lebte und was man von der Welt mit nach Hause gebracht hatte.))

Auch die Marke Eiwa Kinsei auf der Unterseite gehört zu dieser Geschichte: Japanisches Porzellan, sorgfältig gefertigt und für einen Markt gedacht, der sich für japanische Handwerkskunst und die Vorstellung vom „Exotischen“ begeisterte.

Eine solche Vase war deshalb weit mehr als ein Gefäß. Sie war ein kleines Stück Fernweh auf dem Sideboard.

Und vielleicht ist genau das heute noch ihre Wirkung: Man sieht sie an und hat sofort das Gefühl, dass hinter ihr eine Geschichte steckt – von einer Zeit, in der die Welt kleiner wurde und gleichzeitig größer erschien.

Japanisches Porzellan, Eiwa Kinsei, ca. 1970er–1980er Jahre


Durchmesser: 11 cm
Höhe: 20 cm

Ein Wohnzimmer der 1970er Jahre: warme Farben und dunkles Holz, dazu Messing und Glas… Auf der Fensterbank oder in der Vitrine stehen Dinge, die von Reisen, Fernweh und einer gewissen Freude am Dekor erzählen. Und auf dem schweren Sideboard hat die japanische Deckelvase ihren großen Auftritt.

Mit ihrem kräftigen Rot, dem glänzenden Gold und den fein gemalten Vögeln und Blüten bringt sie genau jene Mischung aus Exotik, Tradition und dekorativem Luxus mit, die in dieser Zeit so faszinierend erschien. Japan wurde im Westen nicht nur als Herkunftsland hochwertiger Dinge wahrgenommen, sondern auch als Gegenwelt zur eigenen, modernen Lebenswelt: fern, kunstvoll und voller jahrhundertealter Traditionen.

Dabei ist die Vase selbst ein schönes Beispiel dafür, wie diese Welten miteinander verschmelzen.

Die Form ist streng gegliedert und fast architektonisch aufgebaut. Der facettierte Körper führt den Blick nach oben, der hohe Deckel streckt die Silhouette. Darauf entfaltet sich ein dichtes Dekor aus roten Feldern, Goldlinien, Blüten und Vögeln. Traditionelle japanische Motive werden hier nicht zurückhaltend eingesetzt, sie dürfen glänzen, leuchten und den Raum schmücken - Japan durch die Augen der internationalen Nachkriegszeit.

((Das passt erstaunlich gut in die Zeit.

Denn die 1970er und frühen 1980er Jahre waren keineswegs nur die Ära des nüchternen Funktionalismus. Neben klaren modernen Formen entstand eine neue Lust am Dekorativen, Internationalen und Persönlichen. Reisen wurde für immer mehr Menschen erreichbar, andere Kulturen wurden als Inspiration entdeckt und Wohnräume durften wieder zeigen, wer in ihnen lebte und was man von der Welt mit nach Hause gebracht hatte.))

Auch die Marke Eiwa Kinsei auf der Unterseite gehört zu dieser Geschichte: Japanisches Porzellan, sorgfältig gefertigt und für einen Markt gedacht, der sich für japanische Handwerkskunst und die Vorstellung vom „Exotischen“ begeisterte.

Eine solche Vase war deshalb weit mehr als ein Gefäß. Sie war ein kleines Stück Fernweh auf dem Sideboard.

Und vielleicht ist genau das heute noch ihre Wirkung: Man sieht sie an und hat sofort das Gefühl, dass hinter ihr eine Geschichte steckt – von einer Zeit, in der die Welt kleiner wurde und gleichzeitig größer erschien.

Japanisches Porzellan, Eiwa Kinsei, ca. 1970er–1980er Jahre


Durchmesser: 11 cm
Höhe: 20 cm